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Bauernhochzeit

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Der Hochzeitslader

Früher waren Hochzeiten mit mehr als 1000 Gästen keine Seltenheit - allerdings wurde so ein Fest vorwiegend in ländlichen Gegenden gefeiert. Ein solch großes Fest zu Organisieren war mit großem Aufwand verbunden. Dafür gab es den Hochzeitslader. der neben dem Brautpaar in Punkto Hochzeit der wichtigste Mensch war.

Auch heute gibt es ihn noch, auch wenn Hochzeiten mit 1000 Gästen eher im Promi-Bereich zu finden sind. Traditionell hat er Rosmarienzweige und ein rotes Band am Hut und einen Stock mit Bändern in den Farben blau (Treue), rot (Liebe) und grün (Hoffnung).
Der Hochzeitslader gestaltet üblicherweise den gesamten Hochzeitsablauf. Er führt den Hochzeitszug an, stellt die Sitzordnung zusammen, kassiert das Mahlgeld, sorgt für die Unterhaltung der Gäste, arrangiert Hochzeitsreden und sagt die Ehrentänze an.
Außerdem versucht er, ledige Besucher zu verkuppeln. Eine wohl der schwierigsten Aufgaben sind Gstanzln, die er vorträgt. Es handelt sich dabei um mundartliche Verse über das Brautpaar, deren Verwandtschaft und über die Spender der einzelnen Geschenke.
In Andechs gab es kürzlich so eine "Bauernhochzeit", die von Sepp Tyroller
gestaltet wurde.

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