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Die Pschorrs starteten in Gilching
Gilching -
Gilching zählte um 1885 herum 550 Einwohner, die in 110 Häusern lebten. In Argelsried, wozu auch Geisenbrunn gehörte, waren es 24 Häuser und 110 Personen; St. Gilgen zählte sieben Häuser und 40 Einwohner. Mittelpunkt des Dorfes war damals die Taferne (heute der "Obere Wirt"
Mit welch kuriosen Angelegenheiten sich seinerzeit der Dorfbürgermeister befassen musste, hielt Peter Iohn in seiner "Landschafts-
Den wenigsten Bürgern dürfte bekannt sein, dass in Argelsried das Stammhaus der Bierbrauerfamilie Pschorr gestanden hatte. Schon seit 1570 lebten die Pschorrs in der Gegend um Gilching. "Wobei sie vor Ort niemals Bier brauten", stellt Chronist Rudi Schicht fest.
Dennoch hatte Argelsried eine eigene Brauerei. Gegründet wurde sie 1870 gegenüber des Römersteins vom Ehepaar Franziska und Ludwig Pölz. Im Jahr 1887 stirbt "der Bräu" Ludwig Plötz. Seine Witwe heiratete zwei Jahre später Mathias Stocker, vormals Braumeister der "Argelsrieder Brauerei". Nach dessen Tod im Jahr 1910 verkauft die Witwe Stocker den Besitz an das Ehepaar Engelbert und Maria Koch. 1912 wird die Brauerei aufgelassen und das Bierbrauen für immer eingestellt. Nach dem Ersten Weltkrieg mietete sich die "Bayerische Warenvermittlung" (Baywa) in den leerstehenden Räumen ein. Bis vor 2004 erinnerte lediglich noch die dazugehörige "Argelsrieder Gaststätte" an das ehemalig Brauhaus. Inzwischen ist auch das letzte Relikt einer bierseligen Vergangenheit abgerissen und einem modernen Neubauviertel gewichen.