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GLÜCKSSUPPE
Die Glückssuppe wird eine Woche nach der Hochzeit bei den Brauteltern eingenommen, in der Hoffnung: "Mir habn no koa oanzigs Mal gstrittn; hoffentlich bleibts in der zwoatn Woch aa a so!"
FELDHENDL
Feldhendl sind "Erdäpfl in der Montur", auf hochdeutsch: Pellkartoffeln. Sie waren häufig Bestandteil einfacher Kost, "weil die armen Leute auch einmal jemanden die Haut abziehen wollten". In Bayern wurde der Anbau von Kartoffeln 1772 durch ein kurfürstliches Dekret erzwungen, vorher galten sie als Zierpflanzen...
BRATHENDLFRIEDHOF
Mit Brathendlfriedhof, auf hochdeutsch "Feinkostgewölbe", bezeichnet man einen respektablen "Vortrag". Eine so genannte Wampn oder aber auch einen Mordstrumm Bauch.

GREMESS
Zu einer ordentlichen Laich gehört in Bayern auch eine anständige Gremß, ein Leichentrunk bzw. Leichenmahl. Denn früher war man ja zu Fuß oft von weit hergekommen und konnte diese Stärkung durchaus gebrauchen. Außerdem half die Tischgemeinschaft den Anverwandten ein wenig über die Trauer hinweg. In der Bezeichnung Germeß steckt möglicherweise das mhd. grinen = weinen; andere denken an eine Kurzform von Begräbnis.
GIBACHT
Der letzte von rund zwanzig Brotlaiben, die früher im hofeigenen Backofen gebacken wurden, hieß der Gibacht. Einerseits mahnte er, Brot als Gottesgabe in Ehren zu halten, andererseits erinnerte er daran, rechtzeitig einen neuen Backtag festzulegen, damit nicht plötzlich das Brot ausging.
FLUGGA
Ein -