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DER MÖNCHMALER EDUARD GRÜTZNER
Das Grützner-Stüberl im Kloster Andechs
Eins der lauschigsten und auch gemütlichsten Plätzchen im Kloster Andechs ist das "Grützner-Stüberl". Es befindet sich im Torbogen zwischen dem Bräustüberl und dem eigentlichen Kloster. Zugänglich ist es normaler Weise nicht. Es kann aber für private Anlässe oder Firmenfeiern gebucht werden. Platz ist ungefähr für 40 Personen.
Den Namen erhielt das Rundbogen-Stüberl nach dem Maler Eduard Grützner, der sich unter anderem auf Kloster-Motive spezialisiert hatte.
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Geboren wurde er … aber lassen wir Grützner selbst zu Wort kommen: "Am 26. Mai des Jahres 1846 wurde einem Bauern in Groß-Karlowitz in Schlesien zu dem nicht vorhandenem Überfluss auch noch ein siebentes Kinder geboren - und das war ich. Ganz erbärmlich schwächlich muss ich ausgesehen und derart zweifelhaft diese Welt angeblinzelt haben, dass man sich schon um einen Sarg umsah und mich eiligst taufte aus lauter Sorge, ich könnte als Heide wieder verduften. Den Namen Eduard erhielt ich, weil ihn der Kalender an jenem Tage aufwies. Die Mutterliebe aber scheint, wie schon oft auch an mir Wunder gewirkt zu haben, denn die Sorge um den Sarg war verfrüht." (Aus Eduard Grützner - eine Selbstbiographie, Erscheinungsjahr unbekannt).
Schon in frühester Jugend fesselten ihn die farbenreichen Lebensbilder in Shakespeares Dramen, zu denen er Illustrationen voll Leben und Anschaulichkeit schuf. Was ihn jedoch besonders inspirierte, war der Einblick in so manches Geheimnis des Klosterlebens. Er erzählt in Bildern und Karikaturen von der rührigen Arbeit in Küche und Hof, in Weinbergen, Schäfflereien und Brauereien bis hin zum idyllischen Lieblingsplatz des Bräumeisters.
Da blieb es nicht aus, dass Eduard Grützner, der auch Gast im Kloster Andechs war, etliche Motive aus dem Leben der Benediktiner zeichnerisch umsetzte. Viele der Motive hat er im Grützner-Stüberl verewigt.
Sein Umzug nach München: 1874 heiratete Grützner Barbara Link und baute sein Haus in der Nähe des riesigen Gebäudekomplexes des Maximilianeums, am Praterbergl in München. Am 2. April 1925 starb Grützer, der als Mönchmaler in die Kunstgeschichte eingegangen ist, in München. In der Landeshauptstadt ist auch eine Straße nach ihm benannt.