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Der Kühlschrank kam Anfang der 50iger Jahre
Ein gekühltes Bier gefällig? Oder gar ein leckeres Eis? Der heutigen Generation genügt ein Griff in den Kühlschrank, um in den Genuss jeglicher Lebensmittel zu kommen und dies zu jeder Tages-
Vom schlichten Erdloch bis zur Erfindung des Eisschranks.
Eismann Carl von Linde
Als Kühlschrank-

Ein umweltschonender Kühlschrank
Auf dem Land benutzte man in den 20iger Jahren einen Kühlschrank, der weder viel Platz einnahm, noch viel kostete. In seinem dreibändigen Werk "Das war Armut" beschreibt Martin Meier aus Dießen am Ammersee, dass schlichtweg ein etwa 60 mal 60 Zentimeter großes und ebenso tiefes Loch in der Mitte der Küche zur Kühlung der Lebensmittel diente. Aus Ziegel gemauerte Seitenwände verhinderten ein Abrutschen des Erdreichs. Das Loch selbst wurde mittels eines Holzdeckels verschlossen, der planeben mit dem Fußboden war. In diesem natürlichen Kühlschrank herrschte das ganze Jahr über konstante Kühltemperatur.
Eishacker vom Weßlinger See
Eine weitere Methode unserer Vorfahren zum Kühlen von Bier und Kartoffeln war mittels gestochenen Eises. Zur Versorgung der Wirtskeller mit Eisstangen in den Ortschaften Oberpfaffenhofen, Hochstadt, Unering, Delling, Etterschlang, Tiefenbrunn, Argelsried, Seefeld un Gilching, oft auch noch für Pasing, diente unter anderem der Weßlinger See. Das Eishacken oder Auseisen wurde bis in die 60iger Jahre betrieben. Laut einer Zeitungsmeldung vom 16. Januar 1964 wurde das frisch gestochene Eis bis zum Sommer in den Eiskellern auf Gut Delling aufbewahrt, um es dann zur Kühlung von Kartoffeln oder frisch geschlachtetem Tier einzusetzen.