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HEIMATSCHREIBER
GEORG QUERI
In Frieding (Gemeinde Andechs) wurde Georg Queri am 30. April 1879 geboren.
Am Haus des "Oberen Wirts" befindet sich eine Bronzefigur des Heimat- und Geschichtenschreibers. Anlass ist, dass es sich hier um das Geburtshaus von Queri handeln soll. Nach Empfenzeder aber ist er ein Haus weiter, beim Kramerbaptist auf die Welt gekommen. Und das kam so. Wie es halt so ist im April, war es justament zu dem Zeitpunkt, als der Querdenker sich entschlossen hatte, sein Leben zu beginnen, bitter kalt gewesen. In der Kammer aber, in der seine Mutter entbinden wollte, war es gleichfalls eiskalt. Und in der Gaststube, wo geheizt war, konnte schlecht eine Entbindung stattfinden. Deshalb hat ihr die Kramerin angeboten: "Kommst halt zu mir, wenn es so weit ist." Und so ist der Girgl eigenlich im Hinterholzer-Anwesen auf die Welt gekommen. Er wurde aber schon kurze Zeit danach ins Elternhaus, dem Oberen Wirt, zurück geholt. Damit alles seine Ordnung hat, hat Queris Vater deshalb als Geburtsort auch den Oberen Wirt angegeben.
Das Leben für Georg Queri war nicht einfach. Weil er halt sehr lebhaft gewesen sein soll, hat er sich beim Turnunterricht den Hüftknochen zerschmettert. Über ein Jahr lang lag er im Streckverband. Das linke Bein blieb verkürzt und zeitlebens litt er an den Folgen dieses Unfalls. So kurz er auch gelebt hat, Queri starb 40-Jährig am 21. November 1919 in einer Münchner Klinik, so fleißig ist er gewesen. Deshalb gibt es aus seiner Feder einen reichhaltigen Fundus ernster, heiterer und kritischer Geschichten, die zum Teil in jüngster Zeit auch vertont wurden.