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Noch bewohnte Seitz III. Graf von Toerring mit Gattin Dorothea von Losenstein und Gefolge die Burg in Seefeld alleine. Ein eher bodenständigen Mann, ein so genanntes Landei, der sich nicht viel um öffentliche Prunkauftritte scherte. In diese Idylle platzte Veit. Dessen Vater Georg IV., ein Bruder von Seitz III., war 1483 gestorben. Veit erbte damit die Hälfte des Besitzes in Seefeld.
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Dieser Veit nun, mit seinen höfischen Sitten, brach 1484 in das geruhsame Landleben seines Onkels auf Schloss Seefeld ein; aufgeputzt nach neuester Hofmode, mit fein gestutztem Bärtchen. Streit war vorprogrammiert. Die Auseinandersetzungen gingen sogar so weit, dass die zwei ungleichen Besitzer von Seefeld jeder für sich pedantisch sein Revier absteckte. Am 22. Dezember 1492 wurde urkundlich festgehalten, wem welche Zimmer des Schlosses, welche Einrichtung, Nebengebäude, Güter, Waldungen und Einkünfte gehörten. Die Fronten jedoch waren so verhärtet, dass sich Seitz III. entschloss, seine Hälfte zu verkaufen. Das wiederum passte Veit nicht. Da grundsätzlich sein Einverständnis notwendig war, verhinderte er den Verkauf. Nun gerieten Onkel und Neffe erst richtig aneinander. Schließlich musste gar Herzog Albrecht IV., der Weise, die Streithähne trennen. Am 15. Oktober 1493 wurde ein neuer Vertrag geschlossen. Der alte Seitz durfte danach, so lange er lebte, Schloss und Herrschaft Seefeld alleine besitzen und verwalten.