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Das Horn sorgt für die richtige Verdauung
Farchach - Landauf, landab werden mittlerweile die Hörner der Kühe entfernt. Die Begründung für diese schmerzhafte Prozedur, die sogar von der Berufsgenossenschaft gefordert wird: Bei einem Rind mit Horn ist die Verletzungsgefahrt, besonders in den modernen Laufställen, größer. Doch es gibt sie noch, die letzten Standhaften, die sich weigern, dem Kalb das Horn abzusägen. Zu ihnen zählt Michael Friedinger vom Löfflerhof aus Farchach. Der Demeter-Bauer ist überzeugt, dass die Kuh das Horn als Hilfe zur Verdauung braucht und dass die Milch eine ganz andere Qualität hat, als die der nicht behornten Kühe. "Warum sonst hätte der liebe Gott die Hörner wachsen lassen?"
Wissenschaftlich erwiesen ist mittlerweile, dass bei der Verdauung die Gase aus dem Magen über die Stirnhöhlen in das Horn hinein zirkulieren und zurück. Dieser natürliche Kreislauf wird durch das Entfernen des Horns unterbrochen. Unter anderem haben Milchallergiker bereits festgestellt, dass sie Milch und Milchprodukte von behornten Kühen im Gegensatz zur Milch von nicht behornten Tieren weit besser vertragen. Doch nicht das Horn alleine trägt laut Friedinger zur verträglicheren Milch bei. Es ist eine ganze Philosophie, die von Demeter vertreten wird. "Unser Milchabnehmer schreibt vor, wie wir unsere Tiere zu halten und zu füttern haben." Und dabei spielen kosmische Kräfte und auch der Mond eine große Rolle.
Michael Friedinger auf dem Löfflerhof in Farchach. Innerhalb des Arbeitskreises "Hörner tragende Kühe" engagiert er sich er unter anderem dafür, dass den Kälbern nicht die Hörner abgesägt werden. Mehr dazu unter KLICK