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GEMEINDEN > HERRSCHING
Die Kirchweihfahrt endete mit dem Tode
Herrsching - Immer am dritten Sonntag im Oktober wird in ganz Bayern Kirchweih gefeiert. Ein Fest, das zusammengefasst an die Weihe aller Kirchen erinnern soll. Es gibt allerdings noch Regionen, in denen die Kirta an genau denjenigen Tag gefeiert wird, an dem die Kirche auch tatsächlich geweiht wurde. Für die ländliche Bevölkerung war die Kirchweih einst eines der wichtigsten Feste im Jahr, hatte man sonst
doch selten die Möglichkeit bei Musik, Tanz, gutem Essen und natürlich auch bei einem Krug Bier die Mühen des Alltags zu vergessen. Zu Kirchweih vor über 300 Jahren, genauer gesagt am 14. Oktober anno 1690, wurde das Fest einigen Herrschinger Bürger zum Verhängnis. Sie waren mit dem Schiff nach Dießen gefahren, um Einkäufe für eine schöne Kirchweihfeier zu tätigen.
Auf den Weg nach Dießen hatten sich das Fischerehepaar Anna und Georg Maull, der Maurer Georg Mair und der "des Ruderns und Segelns kundige" Martinus Lachner gemacht. Auf der Rückfahrt stiegen noch die Tochter des Wirts zu Dießen, "die Jungfer Veronika Baderin", und die ledige Ursula aus Salzburg zu, schreibt Oberaltings ehemaliger Pfarrer Hans Waller in seinen 1978 erschienenen Aufzeich-nungen "Entdeckungen für heute und morgen". Die Kirchweihgesellschaft kam nicht weit. Als sie "…in Dießen das Schiff bestiegen und nach Herrsching schiffen wollten, aber schon im nächsten Augenblick über Bord geworfen in besseres Land eilten, da plötzlich ein Sturm sich erhoben hatte und da das Schiff mit mehr, als es tragen konnte beladen war,
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